Freitag, 20. Juli 2007

So

wir versuchen der Hitze zu entkommen und füllen kaltes wasser in die Mülleiner in die wir dann unter dem schreibtisch unsere nackten füße stecken. so können wir ca. eine Stunde länger konzentriert arbeiten. das heißt etwa genau bis 15.09 Uhr. dann geht nichts mehr.

und das seit tagen.

Sonntag, 1. Juli 2007

Grrrrrr

Ich hatte es fast vergessen, wie ÄTZEND diese Wochenenden sind, an denen man nicht spricht, keinen Grund hat aufzustehen, um elf ins Bett geht, weil man sich sonst tot langweilt und dann um acht Uhr hell wach ist und nicht weiß, wohin mit sich. Furchtbar. Schrecklich. Langweilig. Wie immer: Ab ins Schwimmbad. Alleine auf der Wiese, sehen wir es positiv, ist immerhin draußen und Sommer. Allerdings auch nicht schön.
Mann.

Dienstag, 15. Mai 2007

...

Brrrr..... war das schlimm. Der Noro-Virus hat zugeschlagen. Pfui bah! Ich geh mal lieber nicht ins Detail, es könnte leicht ekelig werden.
Aber jetzt? Drei Tage krank geschrieben und auch noch ziemlich wackelig auf den Beinen, weil ich seit Samstag genau zwei Möhren - weichgekocht - 4 Zwiebäcke und einige Salzstangen gegessen habe, geht es mir doch ein bisschen besser und gleichzeitig wird es immer langweiliger. Mittags schlafe ich drei Stunden, heute habe ich immerhin schon Wäsche gewaschen, weil ich mein, also nicht mein, sondern Herrn T.'s (da wurde ich krank und kam seit dem nicht weg) Bett frisch bezogen habe, damit es nicht mehr so nach Krankheit riecht...draußen regnet es in Strömen, so dass ich nicht mal, wenn ich könnte, raus könnte. Drinnen ist es irgendwie recht kalt. So ein Kamin-Wetter wäre das in Soest bei den Eltern. Hier ist aber kein Kamin. Nur die Bettdecke.... und laaaaaangweilig. Herr T. arbeitet. Ich habe mein grandioses Buch "der Virtuose" in Rekord-Geschwindigkeit durchgelesen. Super! Magriet de Moor schreibt einfach sensationell. Wahnsinnig schnell. Schon beim ersten Buch, das ich vor Jahren von ihr las, dachte ich: das muss ich noch mal in Ruhe lesen... jetzt weiß ich, das ist Programm. Es geht nicht anders. Die Bücher sind so schnell. Sie sind Musik, sie gehen auf und ab. laut und leise, schnell und langsam. triller, intermezzo. ouvertüre. genial gemacht. so viel Kunst in einem sol kleinen Buch! Ich bin begeistert.
aber.... es ist schon vorbei. Kein Buch mehr, keine Musik. Nur Regen.... ab ins Bett! Vielleicht verschlafe ich einfach die Stunden, bin Herr T. wieder kommt...

jemand sagte mal zu mir, wenn ich einen Brief von dir lese (da schrieb man echt noch briefe, und es ist gar nicht so lange her!), habe ich das gefühl, jemand hat mir unheimlich schnell unheimlich viel erzählt. ich bin danach immer total erledigt. --- vielleicht ist das meine verbindung zu magtriet de moor?

Montag, 7. Mai 2007

Fernweh

Freunde von mir machen eine Weltreise. Seit Monaten schon kann ich verfolgen, wie sie sich von China über Neuseeland, Australien und Indien freuen, was sie erleben, sehen und berichten. Super spannend. Gerade aber, an einem Abend, wie diesem, packt mich das Fernweh und die Melancholie, wenn ich das ansehe. Sie haben einfach mal für ein paar Monate Pause gemacht. Womit man die Pause auch immer füllt, ich bin neidisch! Jeden Tag fahre ich ins gleiche Büro, unterbrochen von so überaus spannenden Dienstreisen, wie die morgen nach Mannheim zum deutschen Ingenieurtag, ansonsten, aufstehen, arbeiten, nach Hause und viel mehr nicht. Gut, das ist jetzt der Melancholie geschuldet, dass ich das sage. Aber im Grunde genommen ist es doch so. Meine Doktorarbeit schlummert friedlich vor sich hin, weil ich schlicht und ergreifend keine LUST habe, noch mehr zu machen, obwohl es doch so spannend ist. Und jetzt arbeitet auch noch Herr T. Ich beschwere mich nicht, nein, ich habe mich die ganze Zeit darauf gefreut, dass er auch mal arbeitet, weil es halt schon was anderes ist, wenn einer immer aufstehen muss und der andere darf liegen bleiben, weil noch Student. Aber es heißt halt auch: wir teilen uns morgens das Bad ("Ich muss aber auch noch!"), die Zeitung ("ach Herr Sarkosy ist neuer Präsident in Frankreich"), die Aufwachzeit ("warum ist das eigentlich immer mein Job, als erste aufzustehen? heute musst du mal..."), die Morgenmuffeligkeit (zum Glück nicht sehr ausgeprägt), den Weg zur U-Bahn (dann nehm ich das Fahrrad) und die Aufgaben, wer wann wie was zu Essen besorgt. Und das, genau DAS ist es, was mich dann doch wieder melancholisch macht. Ist es DAS???? geht das jetzt so los und hört nie wieder auf? Steht Herr T. jetzt Jahre lang vor dem Spiegel und guckt sich an und sagt "seh ich spießig aus! Dieses Hemd! Dieser Pullover... gehen wir heute Abend noch Lederschuhe kaufen?" Und ich sage: "Guck mich an! Bluse, Pollunder, Stiefel" "Ja, aber bei dir habe ich mich schon dran gewöhnt" Toll.
Mann, dabei haben wir eigentlich coole Jobs, längst nicht die spießigsten, auch wenn wir in der spießgsten Stadt der Welt wohnen. Nur dieses blöde Erwachsen werden, auf das man manchmal ja auch total Lust hat (wir sehen ja auch ganz gut aus in unseren Anzügen), und manchmal man einfach nur wieder in die Turnschuhe springen will und eine Pause machen. Eine Weltreise (die Herrn T. ja so gar nicht reizt und mich irgendwie schon). Nie im Leben möchte ich wieder 18 sein! Ich liebe es, mein Geld zu haben, meine Freunde, meine Entscheidungen! Ich finde es auch ganz angenehmen 600 Kilometer von meinen Eltern entfernt zu wohnen. Nur manchmal, ganz manchmal, an Abenden wie heute, wenn es draußen regnet und ich eigentlich nur kurz den Rechner einpacken wollte, um morgen im Anzug nach Mannheim zu fahren (und JA, ich finde man kann einen Rucksack aufsetzen, wenn man einen Anzug anhat, oder?????) um 7.00Uhr das Haus zu verlassen, um 21 Uhr wieder zu kommen, um blöd auf dem VDI Markt der Möglichkeiten zumzustehen... dann kommt es mal kurz.... dieses Hallo, da war doch noch was...
Vielleicht lag es auch an unserem tollen Ausflug nach Soest letzte Woche..... kurz mal an der Heimatscholle geschnuppert und ruck zuck zurück ins gediegene Leben nach München. Oder es war der Film "nackt", den ich gestern gesehen habe und der mich tatsächlich heulen ließ. Und nachdenken, über das Leben und die Liebe. Wie immer.
Ach, ich hör schon auf zu jammern, und mach lieber schnell den Rechner aus, bevor ich weitere Weltreisenfotos ansehe und gleich ein Ticket buche...

Freitag, 16. März 2007

Alter Mann

Herr T. hats im Rücken. Sein Physiotherapeut rät ihm, auf dem Boden zu schlafen. Das ermöglicht uns ganz neue Schlafgewohnheiten. Ich im großen Bett, Herr T. auf der Matte davor. Im Dunkeln unterhalten wir uns noch ein bisschen. Es fühlt sich an wie "Übernachtungsbesuch", der halt auf dem Boden schläft im Kinderzimmer. Fehlen nur die Taschenlampen und dass irgendwann Mama reinkommt: "Wollt ihr denn gar nicht mal schlafen?"
Aber wir haben uns einfach immer so unglaublich viel zu erzählen, der Herr T. und ich. Es hört gar nicht auf, und dann jetzt halt mit einer Wand aus Dunkelheit dazwischen...

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